„Nein“

Du musst nicht zu allem „ja“ sagen, um deinen beruflichen Erfolg voran zu bringen. Ein „nein“ kann dich an den richtigen Stellen viel weiter bringen. Ebenso kannst du dir dadurch unnötige Aufregungen und vor allem Stress vermeiden.

Du wirst dich fragen, weshalb du „nein“ sagen sollst, wenn dich jemand um etwas bittet oder dir eine Aufgabe geben möchte. Es geht nicht darum, dass du prinzipiell abgeneigt sein sollst etwas zu tun. Es geht um die Momente, die dich deinen Zielen näher bringen.

„Nein“ zu sagen ist richtig schwierig. Ich empfand es als unhöflich Kollegen oder sogar meinen Chef abzuweisen und hatte richtig Angst davor. Doch ich durfte glücklicherweise von meiner Kollegin lernen, wie man das macht und wie es geht. (Dafür bin ich ihr mittlerweile sehr dankbar, denn sie hat es mir nicht bewusst beigebracht.)

Wann ist ein „nein“ notwendig?

In folgenden Fällen ist es absolut in Ordnung, wenn du „nein“ sagst und einen Kollegen oder deinen Chef abweist:

  1. Andere Aufgaben haben höhere Priorität. Wenn du von deinem Chef eine Aufgabe bekommen hast, dann besitzt diese Aufgabe normal eine höhere Priorität, als eine Bitte eines Kollegen.
  2. Die Aufgabe passt nicht zu deinen beruflichen Zielen. Frage dich bei jeder Aufgabe, die du bekommst, ob sie dich näher an deine Ziele bringt. Dazu muss dir natürlich klar sein, welche Ziele du verfolgst.
  3. Die Aufgabe passt nicht in deinen Zeitplan. Wenn dein Kalender schon so gefüllt ist oder deine Tagesplanung es nicht zulässt, dass du noch weiter Aufgaben erledigst.
  4. Du möchtest Ablenkungen vermeiden. Wenn du aus deiner Konzentration gerissen wirst, dauert es bis zu 20 Minuten, bis du wieder voll konzentriert bei der Sache bist.
  5. Du bist nicht der richtige Ansprechpartner.
  6. Jemand anderes, beispielsweise ein Kollege, kann es besser. Für mache Aufgaben wird es einen Kollegen oder anderen Menschen geben, der sich mit dem Thema besser auskennt und somit die Aufgabe schneller und besser erledigen kann.

Ein „nein“ klingt hart..

Du musst lernen „nein“ sagen zu können. Doch es wird dich am Ende beruflich weiterbringen. Es gibt viele Gründe die dafür sprechen, nicht nein zu sagen. Doch es bringt dich nicht voran, wenn du immer wieder Aufgaben erledigen musst, die dich nerven, die dir keinen Spaß machen, die dich nicht fordern und dich vor allem nicht weiter bringen?

Jedes „ja“ das du zu jemanden sagst kostet dich etwas. Deine Zeit, deine Nerven, deine Kapazität, … Sei dir darüber bewusst, dass du immer den Preis bezahlen musst, auch wenn du ihn im ersten Moment so gar nicht wahrnimmst.

Ein „nein“ kling hart. Deshalb empfehle ich dir, dass du eine Umschreibung, Milderung oder eine Begründung dafür verwendest. Beispiele hierfür sind,

  • du begründest, weshalb du gerade in einem anderen Projekt so beschäftigt bist und dein Kollege besser unterstützen kann.
  • du im Moment keine Zeit hast und der Kollege dir eine E-Mai schicken soll oder sich später nochmals mit seinen Belangen Problem an dich wenden soll. (Manche Probleme lösen sich auch von alleine.)
  • du nicht der richtige Ansprechpartner für das Thema bist und du verweise auf die richtige Person.

Die Idee dahinter ist, dass du demjenigen auf freundliche, humorvolle und verständliche Art und Weise sagst, dass es nicht geht.

Wie geht es dir mit einem „nein“?

  • Welche Erfahrungen hast du bis jetzt mit „nein“ gemacht?
  • Hast du kein Problem „nein“ zu sagen oder macht es dir Schwierigkeiten?
  • Wie reagierst oder verhältst du dich, wenn jemand zu dir „nein“ sagt?
  • Kannst du es mit deinem Gewissen vereinbaren „nein“ zu sagen?

Ich bin schon sehr auf deine Antworten unten in den Kommentaren gespannt.

Bilder: Pixabay

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2 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hey Maximilian,

    nice.

    Ich habe in Angstellung eine krasse Erfahrung gemacht:

    Auf mich sind täglich unzählige E-Mails, Kleinigkeiten usw. eingeprasselt! Was spannend war, dass sich die meisten davon (vermutlich 50%) aufgelöst haben, wenn man den Ball noch einmal zurückgespielt hat bzw. sich vorerst mit einem „Nein“ zurückgehalten hat.

    Das Problem, das ich immer wieder beobachtet habe: Zu viele Angestellte erschaffen künstlich Aufgaben, Probleme etc. und werfen wie wild damit herum.

    Hier ist es absolut notwendig, Klarheit zu haben und solche Aufgaben mit „nein“ abzuwehren! – Vor allem, weil die meisten davon wieder im Nichts verschwinden, weil sie genau genommen nicht wichtig waren.

    Alles Liebe
    Robert

    1. Hi Robert,
      genau diese Erfahrung habe ich auch gemacht und finde das Thema deshalb auch so wichtig.
      Oftmals sind es nur persönliche Befindlichkeiten oder Wünsche. Meistens passen diese dann nicht in das große Gesamtbild oder sind völlig aus dem Zusammenhang gerissen.
      Liebe Grüße
      Maximilian

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